
Unter Helm Therapie versteht man eine moderne Behandlungsmethode von Kopfdeformitäten im Säuglingsalter. Mithilfe maßgefertigter Orthesen – den sogenannten Helmen - wird das Wachstum des Köpfchens sanft in seine natürliche Form gelenkt. Nicht durch Druck, sondern allein durch Steuerung des Wachstums. Wo der Kopf wachsen soll, lässt der Helm Freiräume. Wo das Wachstum gebremst werden soll, bietet er Anlagepunkte. Während der meist drei- bis viermonatigen Behandlungsdauer wird die Kopforthese regelmäßig von Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen – den sogenannten Helmtherapeuten – angepasst. Am besten ist der Behandlungserfolg, wenn die Therapie zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat beginnt. Bis zur Vollendung des 3. Lebensmonats sollte mit alternativen Behandlungsmethoden gearbeitet werden.
Dank eines innovativen 3D-Druckverfahrens kann heutzutage ganz ohne Nebenwirkungen Maß für den individuellen Helm genommen werden. Ein unangenehmer Gipsabdruck bleibt dem Baby erspart, auch belastende Röntgen- oder Laser-Strahlen gehören der Vergangenheit an. In Sekundenschnelle wird der Kopf gescannt.
Die Helmtherapie erfolgt nicht allein unter ästhetischen Gesichtspunkten. Eine medizinische Indikation kann die Vermeidung von späteren Fehlbissen oder größeren Gesichtsasymmetrien sein. Die USA sind seit über 20 Jahren Vorreiter auf dem Gebiet der Helmtherapie. Europa hat seit einigen Jahren nachgezogen.
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Wer Sie am besten beraten kann, wenn Ihr Baby Kopfdeformitäten aufweist